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Volvo testet Sicherheitssysteme

Von: Georg Weinand

31.07.2009
Volvo testet Sicherheitssysteme

 

Bilder: Volvo

„Dass Fahrzeuge miteinander kommunizieren, ist keine Utopie mehr. In der Entwicklung dieser Technologie befinden wir uns heute bereits in einem fortgeschrittenen Stadium“, sagt Carl Johan Almqvist, Leiter des Bereichs Verkehrs- und Produktsicherheit bei Volvo Trucks. Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts Safespot wird nach Angaben von Volvo derzeit untersucht, wie Pkw und Lkw in so genannten kooperativen Systemen miteinander kommunizieren können, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Das Safespot-Projekt, das zum Teil von der Europäischen Union (EU) finanziert wird, wurde 2006 ins Leben gerufen. Heute sind nach Angaben von Volvo 51 Akteure aus zwölf europäischen Ländern daran beteiligt. Darunter sind Fahrzeughersteller genauso wie Zulieferer, Universitäten und Behörden. In sechs verschiedenen Testzentren in ganz Europa werde geforscht, unter anderem in Dortmund. Hier gehe es darum, wie die technischen Lösungen von Safespot in städtischen Umgebungen funktionieren.

Einzigartig am Safespot-Projekt sei, dass man Fahrzeuge mit Hilfe von Telematik miteinander kommunizieren lässt, was als V2V, Vehicle-to-Vehicle (= Fahrzeug zu Fahrzeug) bezeichnet wird. Darüber hinaus könnten Fahrzeuge sogar mit der Infrastruktur Informationen austauschen (V2I), um aktive Sicherheit durch Fahrerassistenzsysteme zu schaffen. Einige der durch das Projekt getesteten Anwendungen gehen vom Fahrzeug aus, beispielsweise bei der Sicherheit an Kreuzungen. Andere Anwendungen basierten auf der Infrastruktur, etwa Geschwindigkeitswarnungen. Der Fahrer erhalte die Informationen jeweils über einen Bildschirm in seinem Fahrzeug oder über Schilder und blinkende Lichter an der Straße.

Wichtig sei unter anderem die örtliche Genauigkeit der Daten. Um das gewünschte Ziel einer mindestens auf einem Meter genauen Positionierung zu erreichen, würden GPS-Daten, Informationen von den Sensoren des Fahrzeugs sowie Kenntnisse der exakten Position verschiedener Landmarken verwendet. Dazu gehören Laternenpfähle und Fahrbahnmarkierungen , die der zentralen Local Dynamic Map (LDM) des Systems entnommen werden. Auf diese Weise könnten Fahrer früher relevante Informationen darüber erhalten, was in ihrem Verkehrsumfeld geschieht. Das Projekt Safespot wird 2010 abgeschlossen. Wann die Lösungen auf der Straße Anwendung finden, kann laut Volvo jetzt noch nicht gesagt werden.


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